Fuhrpark: Unterschied zwischen den Versionen

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Der Begriff Fuhrpark umfasst die Gesamtheit der Fahrzeuge eines Betriebs:
 
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aber auch andere Nutzfahrzeuge, wie Fahrräder, Eisenbahnen, Kehrmaschinen. [https://de.wikipedia.org/wiki/Fuhrpark]  
 
aber auch andere Nutzfahrzeuge, wie Fahrräder, Eisenbahnen, Kehrmaschinen. [https://de.wikipedia.org/wiki/Fuhrpark]  
  
Die Betrachtungen im Rahmen des Mobilitätsmanagements konzentrieren sich meistens auf diejenigen Fahrzeuge, mit denen Personen transportiert werden (Personenmobilität in Abgrenzung zum Gütertransport).  
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Die Betrachtungen im Rahmen des betrieblichen Mobilitätsmanagements konzentrieren sich auf diejenigen Fahrzeuge, mit denen Personen transportiert werden (Personenmobilität in Abgrenzung zum Gütertransport).
  
Das Fuhrparkmanagement (auch Flottenmanagement) umfasst das Verwalten, Planen, Steuern und Überwachen im Fuhrpark. [https://de.wikipedia.org/wiki/Flottenmanagement] Fuhrparkmanagement ist
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In Deutschland gibt es etwa 4,5 Mio. Fahrzeuge der Personenmobilität (Pkw und Kleintransporter) als Flottenfahrzeuge in rund 1,6 Millionen Firmenfuhrparks. Etwa 16.000 Fuhrparks haben mehr als 20 Fahrzeuge. Etwa 10% des Gesamt-Pkw-Bestandes in Deutschland sind gewerblich. 2017 lag der Anteil der gewerblichen Fahrzeuge an den Neuzulassungen bei 35%. (Quelle: [https://www.vmf-fuhrparkmanagement.de/de/Branche-und-Markt/Flottenmarkt-Deutschland].
  
(einer Die Bedeutung des Überblick über die Möglichkeiten der Optimierung im Fuhrpark, aber v.a. auch die Verbindung zum Mobilitätsmanagement betonen. Ansonsten Verweis auf andere gute Seiten zur Optimierung von Fuhrparken.
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Vor allem in den größeren Fuhrparks (mit mehr als 20 Fahrzeugen) hat sich das Fuhrparkmanagement (auch Flottenmanagement) als eigenständige Profession entwickelt. Es umfasst das Verwalten, Planen, Steuern und Überwachen im Fuhrpark. [https://de.wikipedia.org/wiki/Flottenmanagement] Für das Fuhrparkmanagement gibt es zahlreiche Handbücher, Zeitschriften, Messen und Angebote der Aus- und Weiterbildung. Die ökonomisch-ökologische Entwicklung der Fuhrparke ist bereits seit langem ein wichtiges Thema in der Branche, da durch den effizienten Einsatz von Treibstoffen wirtschaftliche (Kostensenkung) wie ökologische (Klimaschutz) Ziele erreicht werden können.
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Im Rahmen des Mobilitätsmanagements findet häufig eine Verzahnung des Fuhrparkmanagements mit anderen betrieblichen Bereichen statt. Diese wird auch durch innere und äußere Faktoren vorangetrieben:
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*  Die Auslastung der Fahrzeuge ist eine wichtige Kenngröße für die Wirtschaftlichkeit des Fuhrparks. Sie hängt aber u.a. auch davon ab, welche anderen Verkehrsmittel zur Verfügung stehen, und wie diese von den Mitarbeitern genutzt werden.
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*  Die Integration der Elektromobilität ist in vielen Betrieben ein aktuelles Thema. Die damit verbundenen Aufgaben (z.B. Aufbau von Ladeinfrastruktur) erweitern das klassische Gebiet des Fuhrparkmanagers und erfordert Kooperation mit anderen betrieblichen Bereichen.
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*  Im Rahmen von betrieblichen Klimaschutzbilanzen wird deutlich, welche Bedeutung der Fuhrpark auf den Gesamtenergieverbrauch eines Unternehmens hat. Während der Anteil des Fuhrparks in produzierenden Betrieben in der Regel gering ist, steigt er in Dienstleistungs- und vertriebsorientierten Unternehmen deutlich an.   
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In einigen Betrieben ist deshalb mit der Einführung eines Mobilitätsmanagements das Aufgabenspektrum des Fuhrparkmanagements erweitert oder mit anderen betrieblichen Funktionsbereichen verzahnt worden (Dienstreise- bzw. Travel Management).  
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In diesem Kapitel werden die wichtigsten Ansatzpunkte für den Fuhrpark im Rahmen eines betrieblichen Mobilitätskonzeptes beschrieben. Für zwei Einzelaspekte,
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*  Elektromobilität
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*  Corporate Carsharing
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Verweise auf Unterkapitel
 
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== Praxisbeispiele ==
 
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Broschüre mobil gewinnt ==> Hesse Lignal mit Green Car Policy
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Die im Familienbesitz befindliche mittelständische Hesse Lignal GmbH hat die im Unternehmen bereits vorhandene Car Policy für die Firmenwagen von Führungskräften und Vertriebsmitarbeitern weiterentwickelt: Dabei wurden die Dienstwagen im Hinblick auf ihren Energieverbrauch und die damit verbundenen CO2-Emissionen bewertet. Jetzt wird konsequent energieeffiziente Technik genutzt, außerdem wurden die Laufzeiten der Leasingverträge angepasst, sodass der Fuhrpark immer auf dem neuesten Stand der Technik ist. Eine CO2-Bonus-Malus-Regelung bietet Nutzern von Fahrzeugen mit niedrigerem CO2-Ausstoß Vorteile und mit einem Kraftstoffsparwettbewerb wird eine energiesparende Fahrweise gefördert. (Quelle: mobil gewinnt Broschüre)
Broschüre mobil gewinnt ==> Wacker mit Einsatz von Firmenfahrrädern im Betrieb
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Die Wacker Chemie AG betreibt am Standort Burghausen einen großen firmeneigenen Fahrradpark mit einer werkeigenen Fahrradwerkstatt – seit 1948. Um die langen Wege innerhalb des Betriebsgeländes zurückzulegen, stehen den Mitarbeitern 6.000 Dienstfahrräder zur Verfügung. WACKER fördert mit zwei weiteren Maßnahmen die umweltfreundliche Mobilität: Mit der Beteiligung an der bundesweiten AOK-Initiative „Mit dem Rad zur Arbeit“ und mit dem Konzept „JobRad“. (Quelle: mobil gewinnt Broschüre)
Broschüre mobil gewinnt ==> R+V oder Bridging IT >Versuche mit autonomen Fahrzeugen
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Die Innovationsabteilung MO14 der R+V Versicherung beschäftigt sich mit Zukunftstrends der Mobilität und prüft, wie diese in den Unternehmensalltag übernommen werden können. Dafür wurden unter anderem zwei autonome Shuttles angeschafft, begutachtet, umgebaut und durch die Zulassung begleitet. Mit Hilfe der autonomen Elektroshuttles wird in ganz unterschiedlichen Testfeldern erforscht, wie sich die vier großen Megatrends Elektromobilität, Konnektivität, Share Economy und Autonomes Fahren auf Technik, Wissenschaft und Gesellschaft auswirken. Gemeinsam mit Partnerunternehmen aus Wissenschaft, Industrie und der Startup-Welt sucht die Abteilung Fragen, die uns in Zukunft begegnen werden und arbeitet bereits heute an den Lösungen von morgen und übermorgen. Daraus leitet das Unternehmen Handlungsfelder für die Zukunft der Kfz-Versicherung ab. (Quelle: mobil gewinnt Broschüre)
  
 
== Weitere Hilfestellungen ==
 
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Links:
 
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*  Homepage des Verbandes markenunabhängiger Fuhrparkmanagementgesellschaften [https://www.vmf-fuhrparkmanagement.de]
 
*  Homepage des Bundesverband Fuhrparkmanagement [https://www.fuhrparkverband.de/]
 
*  Homepage des Bundesverband Fuhrparkmanagement [https://www.fuhrparkverband.de/]
  
 
Ansprechpartner:
 
Ansprechpartner:
 
ggf. Benennung von Personen und Institutionen, die weiterhelfen können
 
ggf. Benennung von Personen und Institutionen, die weiterhelfen können

Version vom 30. Juli 2018, 10:30 Uhr

Der Fuhrpark ist in vielen betrieblichen Mobilitätskonzepten eine wichtige Größe, manchmal steht er sogar im Zentrum der Betrachtungen. Durch ein systematisches Fuhrparkmanagement lassen sich viele Ziele des Mobilitätsmanagements (vor allem die Reduzierung von Treibstoffverbräuchen und damit von Kosten und Umweltbelastungen) unterstützen. Zudem ist der Fuhrpark Teil der betrieblichen Mobilitätsoptionen, der sich mit bei seinen spezifischen Stärken in den Mobilitätsmix einbringen kann.

Der Begriff Fuhrpark umfasst die Gesamtheit der Fahrzeuge eines Betriebs:

  • Pkw
  • Kleintransporter
  • Lkw

aber auch andere Nutzfahrzeuge, wie Fahrräder, Eisenbahnen, Kehrmaschinen. [1]

Die Betrachtungen im Rahmen des betrieblichen Mobilitätsmanagements konzentrieren sich auf diejenigen Fahrzeuge, mit denen Personen transportiert werden (Personenmobilität in Abgrenzung zum Gütertransport).

In Deutschland gibt es etwa 4,5 Mio. Fahrzeuge der Personenmobilität (Pkw und Kleintransporter) als Flottenfahrzeuge in rund 1,6 Millionen Firmenfuhrparks. Etwa 16.000 Fuhrparks haben mehr als 20 Fahrzeuge. Etwa 10% des Gesamt-Pkw-Bestandes in Deutschland sind gewerblich. 2017 lag der Anteil der gewerblichen Fahrzeuge an den Neuzulassungen bei 35%. (Quelle: [2].

Vor allem in den größeren Fuhrparks (mit mehr als 20 Fahrzeugen) hat sich das Fuhrparkmanagement (auch Flottenmanagement) als eigenständige Profession entwickelt. Es umfasst das Verwalten, Planen, Steuern und Überwachen im Fuhrpark. [3] Für das Fuhrparkmanagement gibt es zahlreiche Handbücher, Zeitschriften, Messen und Angebote der Aus- und Weiterbildung. Die ökonomisch-ökologische Entwicklung der Fuhrparke ist bereits seit langem ein wichtiges Thema in der Branche, da durch den effizienten Einsatz von Treibstoffen wirtschaftliche (Kostensenkung) wie ökologische (Klimaschutz) Ziele erreicht werden können.

Im Rahmen des Mobilitätsmanagements findet häufig eine Verzahnung des Fuhrparkmanagements mit anderen betrieblichen Bereichen statt. Diese wird auch durch innere und äußere Faktoren vorangetrieben:

  • Die Auslastung der Fahrzeuge ist eine wichtige Kenngröße für die Wirtschaftlichkeit des Fuhrparks. Sie hängt aber u.a. auch davon ab, welche anderen Verkehrsmittel zur Verfügung stehen, und wie diese von den Mitarbeitern genutzt werden.
  • Die Integration der Elektromobilität ist in vielen Betrieben ein aktuelles Thema. Die damit verbundenen Aufgaben (z.B. Aufbau von Ladeinfrastruktur) erweitern das klassische Gebiet des Fuhrparkmanagers und erfordert Kooperation mit anderen betrieblichen Bereichen.
  • Im Rahmen von betrieblichen Klimaschutzbilanzen wird deutlich, welche Bedeutung der Fuhrpark auf den Gesamtenergieverbrauch eines Unternehmens hat. Während der Anteil des Fuhrparks in produzierenden Betrieben in der Regel gering ist, steigt er in Dienstleistungs- und vertriebsorientierten Unternehmen deutlich an.

In einigen Betrieben ist deshalb mit der Einführung eines Mobilitätsmanagements das Aufgabenspektrum des Fuhrparkmanagements erweitert oder mit anderen betrieblichen Funktionsbereichen verzahnt worden (Dienstreise- bzw. Travel Management).

In diesem Kapitel werden die wichtigsten Ansatzpunkte für den Fuhrpark im Rahmen eines betrieblichen Mobilitätskonzeptes beschrieben. Für zwei Einzelaspekte,

  • Elektromobilität
  • Corporate Carsharing

sind eigenständige Kapitel erstellt worden.

Verweise auf Unterkapitel

  • Elektromobilität
  • Corporate Carsharing


Maßnahmen(bündel)

Beschreibung der möglichen Maßnahmenansätze Fuhrparkanalysen

Die Fuhrparkanalyse ist ein Teil des Fuhrparkmanagements[4]. Die Fuhrparkanalyse bietet einen guten Überblick über den Einsatz des Fuhrparks und ermöglicht damit Verbesserungen bei Tourenplanung, Fahrereinsatz, Kosten und Umweltauswirkungen. Das betriebliche Mobilitätsmanagement nutzt die in der Fuhrparkanalyse erhobenen Daten, um z.B.

  • die Auslastung und damit die Wirtschaftlichkeit der eingesetzten Fahrzeuge zu steigern,
  • den Fuhrpark für weitere Einsatzzwecke und Nutzergruppen zu öffnen oder
  • Möglichkeiten der Umstellung auf alternative Antriebstechnologien (z.B. Elektromobilität) zu prüfen.


Tipps und Hinweise

Beschreibung konkreter Fragestellungen oder Probleme und deren Lösungswege/-ansätze Zudem einige Tipps: - VCD Auto Umweltliste - Fahrerschulungen

  • Fortbildung zum zertifizierten Fuhrparkmanager, z.B. bei DEKRA [5] und TÜV [6]

Praxisbeispiele

  • Die im Familienbesitz befindliche mittelständische Hesse Lignal GmbH hat die im Unternehmen bereits vorhandene Car Policy für die Firmenwagen von Führungskräften und Vertriebsmitarbeitern weiterentwickelt: Dabei wurden die Dienstwagen im Hinblick auf ihren Energieverbrauch und die damit verbundenen CO2-Emissionen bewertet. Jetzt wird konsequent energieeffiziente Technik genutzt, außerdem wurden die Laufzeiten der Leasingverträge angepasst, sodass der Fuhrpark immer auf dem neuesten Stand der Technik ist. Eine CO2-Bonus-Malus-Regelung bietet Nutzern von Fahrzeugen mit niedrigerem CO2-Ausstoß Vorteile und mit einem Kraftstoffsparwettbewerb wird eine energiesparende Fahrweise gefördert. (Quelle: mobil gewinnt Broschüre)
  • Die Wacker Chemie AG betreibt am Standort Burghausen einen großen firmeneigenen Fahrradpark mit einer werkeigenen Fahrradwerkstatt – seit 1948. Um die langen Wege innerhalb des Betriebsgeländes zurückzulegen, stehen den Mitarbeitern 6.000 Dienstfahrräder zur Verfügung. WACKER fördert mit zwei weiteren Maßnahmen die umweltfreundliche Mobilität: Mit der Beteiligung an der bundesweiten AOK-Initiative „Mit dem Rad zur Arbeit“ und mit dem Konzept „JobRad“. (Quelle: mobil gewinnt Broschüre)
  • Die Innovationsabteilung MO14 der R+V Versicherung beschäftigt sich mit Zukunftstrends der Mobilität und prüft, wie diese in den Unternehmensalltag übernommen werden können. Dafür wurden unter anderem zwei autonome Shuttles angeschafft, begutachtet, umgebaut und durch die Zulassung begleitet. Mit Hilfe der autonomen Elektroshuttles wird in ganz unterschiedlichen Testfeldern erforscht, wie sich die vier großen Megatrends Elektromobilität, Konnektivität, Share Economy und Autonomes Fahren auf Technik, Wissenschaft und Gesellschaft auswirken. Gemeinsam mit Partnerunternehmen aus Wissenschaft, Industrie und der Startup-Welt sucht die Abteilung Fragen, die uns in Zukunft begegnen werden und arbeitet bereits heute an den Lösungen von morgen und übermorgen. Daraus leitet das Unternehmen Handlungsfelder für die Zukunft der Kfz-Versicherung ab. (Quelle: mobil gewinnt Broschüre)

Weitere Hilfestellungen

Quellen:

  • Pätz, Helmut (Hg.) (2011): Fuhrparkmanagement - aus der Praxis für die Praxis, Zertifizierte Fuhrparkmanager legen ihre Erfolgsmethoden offen
  • Eickelmann, Jens (2017): Wachstumsmotor Elektromobilität - Geschäftsfeldentwicklung und Wachstumsstrategien im Umfeld der Elektromobilität
  • VCD (2010): Effizienter Fuhrpark - kostengünstig, umweltschonend, zukunftssicher [7]

Links:

  • Homepage des Verbandes markenunabhängiger Fuhrparkmanagementgesellschaften [8]
  • Homepage des Bundesverband Fuhrparkmanagement [9]

Ansprechpartner: ggf. Benennung von Personen und Institutionen, die weiterhelfen können