Elektromobilität: Unterschied zwischen den Versionen

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Version vom 21. August 2018, 13:37 Uhr

Eine Million Elektroautos bis 2020 auf den Straßen – von diesem ehrgeizigen Ziel ist Deutschland noch weit entfernt. In den Betrieben gewinnt das Thema jedoch an Bedeutung. Viele Fuhrparkleiter prüfen den Einsatz von Elektroautos in ihrer Flotte. Zudem planen zahlreiche Unternehmen den Bau von Ladeinfrastruktur auf dem Betriebsstandort. Die Elektrifizierung des Fuhrparks gehört derzeit zu den wichtigsten Anlässen für die Einführung eines betrieblichen Mobilitätsmanagements. Und auch in den Maßnahmenkonzepten vieler Betriebe tauchen Elektromobilität und alternative Antriebe immer öfter auf.


Maßnahmen(bündel)

Ladeinfrastruktur

Bund und Länder stellen derzeit Fördermittel zur Verfügung, um den Aufbau der Ladeinfrastruktur für Elektromobilität in Deutschland voranzutreiben. In vielen Kommunen und Regionen werden – unterstützt durch ein Förderprogramm des Bundesverkehrsministerium – Elektromobilitätskonzepte erstellt, in denen der Bedarf an Ladeinfrastruktur ermittelt und Strategien zur flächendeckenden Versorgung erarbeitet werden. [1]

Sowohl die Förderprogramme für Elektromobilität als auch die kommunalen Elektromobilitätskonzepte geben den Unternehmen Unterstützung beim Aufbau von Ladeinfrastruktur. Die Motive der Unternehmen sind unterschiedlich: Wenn Unternehmen eigene Elektroautos in den Fuhrpark integrieren, ist es sinnvoll, wenn diese auf dem Firmengelände betankt warden können. Manchmal kommt der Impuls aber auch aus der Belegschaft, wenn Mitarbeiter mit Elektroautos anfragen, ob sie ihren Pkw während der Arbeitszeit beim Arbeitgeber aufladen dürfen.

Beschaffung und Betrieb von Elektrofahrzeugen

Die Elektrifizierung der Fuhrparke schreitet voran. In einer Umfrage der IHK Köln gaben xx% der Betriebe an, über den Kauf eines Elektroautos nachzudenken.(Quelle) Und es gibt erste Betriebe, die bereits über längere Betriebserfahrungen berichten können (s.u.).

Tipps und Hinweise

(Bildquelle: Feel good studio - stock.adobe.com)

Elektroauto-Rechner

Das Öko-Institut hat im Internet einen Elektromobilitätsrechner bereitgestellt. Mit diesem erhalten Fuhrparkleiter Informationen darüber, wie sich Elektrofahrzeuge am Besten in die Flotte integrieren lassen. Außerdem können Gesamtkosten und CO2-Emissionen berechnet werden. [2]

Elektroautos als Stromspeicher

Elektroautos spielen in den Energieszenarien der Zukunft als Stromspeicher eine zunehmende Rolle. Erste Versuche zeigen, dass Elektroautos zur Stabilisierung der Stromnetze eingesetzt werden können. In vielen Betrieben ist das Lastmanagement mit Hilfe von Elektromobilen bereits seit langem praktizierte Wirklichkeit: Elektrobetriebene Gabelstapler werden nachts aufgeladen, weil dann der Strom besonders günstig ist. Künftig werden die Elektrofahrzeuge des Betriebs und seiner Mitarbeiter in Verbindung mit PV-Anlagen und Speichern für ein effektives Lastmanagement genutzt werden können. [3]

Praxisbeispiele

  • Die SAP hat sich das Ziel gesetzt, bis 2025 klimaneutral zu sein. Die Firmenwagenflotte verursacht aktuell ca. 25% der CO2 Emissionen. Deshalb ist sie ein wichtiger Hebel, um dieses ehrgeizige Ziel zu erreichen. Der Fuhrpark in Deutschland besteht aus 16.500, weltweit aus ca. 25.000 Autos. Sie können auch für private Fahrten genutzt werden und SAP bezahlt alle Unterhaltskosten. Das Unternehmen möchte bis 2020 20% der Flotte auf E-Autos umzustellen (Stand Juli 2018: Ca. 1.000 Fahrzeuge). Um den CO2 Verbrauch zu reduzieren, gibt es zwei Hebel: Für reine Verbrenner gilt eine PS-Obergrenze von 300 PS und ein maximales Verbrauchslimit von 140 Gramm CO2 pro Kilometer. Zudem werden verbrauchsgünstige Fahrzeuge durch entsprechende Bonifizierung gefördert. Wir setzen auf eine freiwillige Umstellung der Mitarbeiter auf E-Mobilität durch ein Anreizsystem: z.B. bauen wir die Ladeinfrastruktur an den Standorten aus, fördern das Laden zuhause und gewähren einen erheblichen Bonus für E-Fahrzeuge. Derzeit haben wir an unseren deutschen Standorten 230 Ladesäulen installiert, 150 weitere sind geplant. Der Energieverbrauch der SAP wird zu 100 Prozent aus Grünstrom gedeckt.
  • Seit 2012 hat die Bürgel GmbH ihren Pkw-Fuhrpark vollständig auf Elektrofahrzeuge umgebaut – seit 2016 läuft der Pkw-Bereich zu 100 Prozent elektrisch. Die Fahrzeuge laden in der Regel während der Standzeit und stehen daher bei fast jeder Fahrt vollgeladen zur Verfügung. Außerdem bedeutet elektrisches Fahren vor allem im Winter einen Komfortgewinn, da die Fahrzeuge auch im Stand ohne „Motor laufen lassen“ temperiert werden können.
  • Im Rahmen des Umweltprogramms „greenAOK“ treibt die AOK Baden-Württemberg systematisch die Elektrifizierung ihrer Poolfahrzeuge voran. Die insgesamt 14 AOK-Fuhrparks in Baden-Württemberg weisen ein Elektrifizierungspotenzial von 81 Prozent auf, welches einer jährlichen CO2-Einsparung von 85 Tonnen gleichkommt. Die CO2-Einsparungen erreicht die AOK mit dem unternehmensweiten Einkauf von ausschließlich zertifiziertem Grünstrom, welcher schon seit dem Jahr 2016 durch die Leitungen fließt. Eine gleichzeitig durchgeführte Wirtschaftlichkeitsanalyse der Fuhrparkumrüstung prognostiziert ein Einsparpotenzial von 32.000 Euro der jährlichen Gesamtbetriebskosten. Im Jahr 2018 soll die Elektrifizierung über 30 Prozent steigen, mit dem Ziel, 2020 das Elektrifizierungspotenzial von 81 Prozent ausgeschöpft zu haben. Parallel wird eine unternehmensweit einheitliche und vernetzbare Ladesäuleninfrastruktur von rund 70 Ladesäulen installiert, die ein optimiertes Fuhrpark- und Energiemanagement der elektrifizierten Flotte ermöglichen wird.
  • Der Standort Hamm der B.A.U.M. Group hat 2017 eine Elektro-Ladesäule gebaut, und dabei Fördermittel des Landes NRW in Anspruch genommen. s. Kap. Förderung

Weitere Hilfestellungen

Quellen:

- xxxx

Links: - Link-Text

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Einzelnachweise