Der Mobilitätsmanager: Unterschied zwischen den Versionen

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Der Markt für Mobilitätsmanagement und damit die Nachfrage nach geeignetem Personal Beratungsleistungen wächst. So ist z.B. im Rahmen des vom Bund geförderten Projekts MobilProFit vorgesehen, dass Mobilitätsberater im Rahmen einer Vor-Ort-Beratung bei den am Projekt teilnehmenden Betrieben/Unternehmen gemeinsam geeignete Mobilitätsmanagementmaßnahmen zu entwickeln.  
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Mobilitätsmanagement wird in Organisationen wie Städten und Unternehmen zunehmend als wichtiger Baustein zur Bewältigung der Verkehrsprobleme und zur Verbesserung des Umwelt- und Klimaschutzes betrachtet. Damit wächst auch der Bedarf an qualifiziertem Personal, das die Querschnittsaufgabe Mobilitätsmanagement entwickelt und innerhalb der Organisation koordiniert.  
  
In der geplanten Technischen Regel sollen die Anforderungen bzw. die Qualitätsmerkmale für die Auswahl der Berater beschrieben werden, um den Unternehmen den Zugang zum Themenfeld Mobilitätsmanagement zu erleichtern. Das BMUB und das BMVI unterstützen die Aktivitäten zu einer Verbesserung der Qualitätssicherung beim Mobilitätsmanagement.  
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Auch in den verschiedenen Teilfunktionen des Mobilitätsmanagements müssen Personen für bestimmte Aufgaben aus- oder weitergebildet werden. Im Fuhrparkbereich gibt es bereits seit vielen Jahren geeignete Qualifizierungen und Zertifizierungen (s. Kapitel [[Fuhrpark]]). In  vielen anderen Themen des Mobilitätsmanagements fehlt hingegen das Wissen über Fachfragen und Zusammenhänge, die im Zuge von Qualifizierungsmaßnahmen vermittelt und eingespielt werden können.
  
Gegebenenfalls können auch Weiterbildungsanforderungen ergänzt werden. Es soll möglich sein, dass die Technische Regel einem Zertifizierungsverfahren zugrunde gelegt werden kann.  
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Um die Qualitätsanforderungen an die Aus- und Weiterbildung von betrieblichen Mobilitätsmanagern zu definieren hat die VDI-Kommission zur Reinhaltung der Luft (KzRdL) die Richtlinie 5110 Blatt 1 entwickelt und 2018 veröffentlicht. Die Richtlinienarbeit ist von Experten des Mobilitätsmanagements begleitet und von den Bundesministerien BMU und BMUB unterstützt worden. In der Richtlinie wird zwischen folgenden Funktionen unterschieden:
  
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*  Externe Mobilitätsberater unterstützen und begleiten Organisationen beim Aufbau eines betrieblichen Mobilitätsmanagements und bei der Durchführung von Maßnahmen auf Zeit. Diese Funktion, die mit der eines Unternehmensberater vergleichbar ist, erfordert ein hohes Maß an Kompetenz, Überzeugungskraft und Unabhängigkeit.
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*  Der Mobilitätsmanager hat wie der Berater eine Querschnittsfunktion im Betrieb. Idealerweise ist er als Stabsstelle auf der Ebene der Geschäftsleitung angesiedelt. Mit der Einrichtung einer solchen Stelle signalisieren Betriebe die Bedeutung des Mobilitätsmanagements im Betrieb. Und sie stellen damit eine kontinuierliche Bearbeitung und Weiterentwicklung des Mobilitätsmanagements sicher.
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*  Der Mobilitätskoordinator übernimmt ebenfalls eine Querschnittsfunktion, er wird aber i.d.R. noch andere Aufgaben oder Teilfunktionen des Mobilitätsmanagements im Betrieb wahrnehmen.
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*  Der Mobilitätsbeauftragte übernimmt Teilaufgaben des betrieblichen Mobilitätsmanagements, er wird diese Aufgabe häufig zusätzlich zu seinem eigentlichen Aufgabenbereich übernehmen. 
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Für diese Personenkreise enthält die VDI 5110 Blatt 1 Anforderungen an die Qualifizierung.[https://www.vdi.de/richtlinie/?tx_wmdbvdirilisearch_pi1%5Brpro_id%5D=6944&cHash=07a8da3a10f4256f014c1fb141ba4f4c]
  
 
== Maßnahmen(bündel) ==
 
== Maßnahmen(bündel) ==
  
Beschreibung der möglichen Maßnahmenansätze
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Bis vor wenigen Jahren gab es zum Thema Mobilitätsmanagement bis auf vereinzelte Informationsangebote keine Bildungsangebote. Mittlerweile gibt es eine ganze Reihe von Aktivitäten zur Aus-, Fort- und Weiterbildung im Mobilitätsmanagement. Die nachfolgend genannten Angebote sind vermutlich nicht vollständig, sie geben aber einen ersten Einblick in das Angebotsspektrum.
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'''Ausbildung'''
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Seit dem Wintersemester 2016/17 gibt es am Fachgebiet Architektur und Bauingenieurwesen der Hochschule RheinMain in Wiesbaden den Studiengang Mobilitätsmanagement.
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Es ist bundesweit der erste Studiengang zum Mobilitätsmanagement. Bislang haben knapp 60 junge Männer und Frauen den Studiengang belegt. Weitere Infos:[www.hs-rm.de/mobilitaetsmanagement]
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'''Fortbildung'''
  
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Auf der Basis der VDI-Richtlinie 5110 Blatt 1 hat der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK) im Rahmen der Mittelstandsinitiative Energiewende und Klimaschutz (MIE) 2016 ein Fortbildungskonzept entwickelt, das 2018 erstmalig von verschiedenen regionalen Industrie- und Handelskammern in Deutschland (u.a. in Hagen, Köln, Kassel, Aachen, Bielefeld, Oldenburg) angeboten worden ist. Mit der 6-tägigen Fortbildung richten sich die IHKen an Organisationen, die Mitarbeiter zum betrieblichen Mobilitätsmanager ausbilden lassen möchten. Im Zuge der Fortbildung erarbeiten die Teilnehmer ein betriebliches Mobilitätskonzept, das zentraler Bestandteil der Abschlussprüfung ist. Weitere Informationen s. [www.mittelstand-energiewende.de]
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Interne Qualifizierung
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In den Maßnahmenkonzepten des betrieblichen Mobilitätsmanagements gibt es zahlreiche Aufgaben, die eine bestimmte Qualifikation erfordern. Dafür sind nicht immer Fortbildungsmaßnahmen erforderlich, manchmal reicht Einweisung durch eine befähigte Person aus, um Sicherheit und Qualität sicherzustellen. Beispiele sind:
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*  Nicht jeder Mitarbeiter ist im Umgang mit elektronischen Medien vertraut. Viele Mobilitätslösungen erfordern jedoch den Umgang mit Computerprogrammen und Apps. In solchen Fällen ist ein Coaching durch erfahrene Personen sinnvoll.
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*  Beim Einsatz neuer Technologien (z.B. Elektrifizierung des Fuhrparks) sind Einweisungen erforderlich, mit denen sichergestellt werden kann, dass die Mitarbeiter, die die neue Technik nutzen möchten, dazu auch in der Lage sind. Das kann auch schon beim Umstieg auf das Fahrrad erforderlich werden. Es gibt zahlreiche Verkehrssicherheitszentren, die Fahrradschulungen anbieten.
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*  Werden Prozesse (wie z.B. Dienstreiseregelungen und Reisekostenabrechnungen) verändert, müssen die zuständigen Mitarbeiter im Hinblick auf die Neuerungen geschult werden.
  
 
== Tipps und Hinweise ==
 
== Tipps und Hinweise ==
  
Beschreibung konkreter Fragestellungen oder Probleme und deren Lösungswege/-ansätze
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*  Grundsätzlich sollte gelten: Bei jeder Maßnahme im Mobilitätsprogramm sollte geprüft werden, welche Personenkreise im Betrieb betroffen sein können, und welcher Bedarf an Informations- und Wissensvermittlung sowie Schulung vorhanden ist. Diese Schulungsmaßnahmen sollten ebenfalls im Mobilitätsprogramm festgehalten und nachverfolgt werden.
Zudem einige Tipps:
 
- Tipp 1 (z.B. Aktionen wie Mit dem Rad zur Arbeit, StadtRadeln nutzen)
 
- Tipp 2 (Zertifizierungen anstreben o.ä.)
 
 
 
  
 
== Praxisbeispiele ==
 
== Praxisbeispiele ==
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Kurzbeschreibung von einem oder zwei Praxisbeispielen
 
Kurzbeschreibung von einem oder zwei Praxisbeispielen
  
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*  Die erste Fortbildung zum "Betrieblichen Mobilitätsmanager IHK" fand im Februar 2018 in Hagen statt. Der Kurs war schnell ausgebucht, 16 Personen nahmen an diesem ersten Modellversuch teil. Etwa ein Drittel der Teilnehmer waren in ihren Betrieben für den Fuhrpark verantwortlich. Sie lernten im Seminar die vielfältigen Möglichkeiten der Verschneidung des Fuhrparks mit anderen Aufgaben des Mobilitätsmanagements kennen und erweiterten damit ihren Horizont. In Fragen des Fuhrparkmanagements brachten sie viel Wissen in dier Veranstaltung ein, von dem die anderen Teilnehmer profitieren konnten. Ein weiteres Drittel der Teilnehmer kam aus betrieblichen Querschnittsfunktionen (wie CSR, Umwelt- und Energiemanagement, Arbeitsschutz). Sie brachten Erfahrungen in der Führung von Managementprozessen mit, und lernten im Seminar die fachlichen Aufgaben des Mobilitätsmanagements. Die weiteren Teilnehmer übten beratende Tätigkeiten aus, entweder im Rahmen der IHK-Tätigkeiten oder als freie Berater. Diese Gruppe brachte einen überbetrieblichen Blick mit in die Seminararbeit, der half, das betriebliche Mobilitätsmanagement als Aufgabe in verschiedenen betrieblichen Zusammenhängen aufzuarbeiten. Alle Teilnehmer erstellten ein betriebliches Mobilitätskonzept. Die Prüfer waren von der Qualität und Tiefe der meisten Arbeiten, für die nur wenige Wochen Zeit zur Verfügung gestanden hatten, sehr beeindruckt. (Quelle: B.A.U.M.)
  
 
== Weitere Hilfestellungen ==
 
== Weitere Hilfestellungen ==
  
Quellen:
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'''Quellen:'''
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*  [www.mittelstand-energiewende.de]
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*  [https://www.vdi.de/richtlinie/?tx_wmdbvdirilisearch_pi1%5Brpro_id%5D=6944&cHash=07a8da3a10f4256f014c1fb141ba4f4c]
  
 
Links:
 
Links:
- [http://www.example.com Link-Text]
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Ansprechpartner:
 
Ansprechpartner:
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*  Prof. Dr. Andre Bruns (Hochschule RheinMain Wiesbaden)
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*  Christoph Petri, DIHK Mittelstandsinitiative Energiewende und Klimaschutz
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*  Dr. Rudolph Neuroth, VDI-KzRdL
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ggf. Benennung von Personen und Institutionen, die weiterhelfen können
 
ggf. Benennung von Personen und Institutionen, die weiterhelfen können

Version vom 2. August 2018, 11:10 Uhr

Mobilitätsmanagement wird in Organisationen wie Städten und Unternehmen zunehmend als wichtiger Baustein zur Bewältigung der Verkehrsprobleme und zur Verbesserung des Umwelt- und Klimaschutzes betrachtet. Damit wächst auch der Bedarf an qualifiziertem Personal, das die Querschnittsaufgabe Mobilitätsmanagement entwickelt und innerhalb der Organisation koordiniert.

Auch in den verschiedenen Teilfunktionen des Mobilitätsmanagements müssen Personen für bestimmte Aufgaben aus- oder weitergebildet werden. Im Fuhrparkbereich gibt es bereits seit vielen Jahren geeignete Qualifizierungen und Zertifizierungen (s. Kapitel Fuhrpark). In vielen anderen Themen des Mobilitätsmanagements fehlt hingegen das Wissen über Fachfragen und Zusammenhänge, die im Zuge von Qualifizierungsmaßnahmen vermittelt und eingespielt werden können.

Um die Qualitätsanforderungen an die Aus- und Weiterbildung von betrieblichen Mobilitätsmanagern zu definieren hat die VDI-Kommission zur Reinhaltung der Luft (KzRdL) die Richtlinie 5110 Blatt 1 entwickelt und 2018 veröffentlicht. Die Richtlinienarbeit ist von Experten des Mobilitätsmanagements begleitet und von den Bundesministerien BMU und BMUB unterstützt worden. In der Richtlinie wird zwischen folgenden Funktionen unterschieden:

  • Externe Mobilitätsberater unterstützen und begleiten Organisationen beim Aufbau eines betrieblichen Mobilitätsmanagements und bei der Durchführung von Maßnahmen auf Zeit. Diese Funktion, die mit der eines Unternehmensberater vergleichbar ist, erfordert ein hohes Maß an Kompetenz, Überzeugungskraft und Unabhängigkeit.
  • Der Mobilitätsmanager hat wie der Berater eine Querschnittsfunktion im Betrieb. Idealerweise ist er als Stabsstelle auf der Ebene der Geschäftsleitung angesiedelt. Mit der Einrichtung einer solchen Stelle signalisieren Betriebe die Bedeutung des Mobilitätsmanagements im Betrieb. Und sie stellen damit eine kontinuierliche Bearbeitung und Weiterentwicklung des Mobilitätsmanagements sicher.
  • Der Mobilitätskoordinator übernimmt ebenfalls eine Querschnittsfunktion, er wird aber i.d.R. noch andere Aufgaben oder Teilfunktionen des Mobilitätsmanagements im Betrieb wahrnehmen.
  • Der Mobilitätsbeauftragte übernimmt Teilaufgaben des betrieblichen Mobilitätsmanagements, er wird diese Aufgabe häufig zusätzlich zu seinem eigentlichen Aufgabenbereich übernehmen.

Für diese Personenkreise enthält die VDI 5110 Blatt 1 Anforderungen an die Qualifizierung.[1]

Maßnahmen(bündel)

Bis vor wenigen Jahren gab es zum Thema Mobilitätsmanagement bis auf vereinzelte Informationsangebote keine Bildungsangebote. Mittlerweile gibt es eine ganze Reihe von Aktivitäten zur Aus-, Fort- und Weiterbildung im Mobilitätsmanagement. Die nachfolgend genannten Angebote sind vermutlich nicht vollständig, sie geben aber einen ersten Einblick in das Angebotsspektrum.

Ausbildung

Seit dem Wintersemester 2016/17 gibt es am Fachgebiet Architektur und Bauingenieurwesen der Hochschule RheinMain in Wiesbaden den Studiengang Mobilitätsmanagement. Es ist bundesweit der erste Studiengang zum Mobilitätsmanagement. Bislang haben knapp 60 junge Männer und Frauen den Studiengang belegt. Weitere Infos:[www.hs-rm.de/mobilitaetsmanagement]

Fortbildung

Auf der Basis der VDI-Richtlinie 5110 Blatt 1 hat der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK) im Rahmen der Mittelstandsinitiative Energiewende und Klimaschutz (MIE) 2016 ein Fortbildungskonzept entwickelt, das 2018 erstmalig von verschiedenen regionalen Industrie- und Handelskammern in Deutschland (u.a. in Hagen, Köln, Kassel, Aachen, Bielefeld, Oldenburg) angeboten worden ist. Mit der 6-tägigen Fortbildung richten sich die IHKen an Organisationen, die Mitarbeiter zum betrieblichen Mobilitätsmanager ausbilden lassen möchten. Im Zuge der Fortbildung erarbeiten die Teilnehmer ein betriebliches Mobilitätskonzept, das zentraler Bestandteil der Abschlussprüfung ist. Weitere Informationen s. [www.mittelstand-energiewende.de]

Interne Qualifizierung

In den Maßnahmenkonzepten des betrieblichen Mobilitätsmanagements gibt es zahlreiche Aufgaben, die eine bestimmte Qualifikation erfordern. Dafür sind nicht immer Fortbildungsmaßnahmen erforderlich, manchmal reicht Einweisung durch eine befähigte Person aus, um Sicherheit und Qualität sicherzustellen. Beispiele sind:

  • Nicht jeder Mitarbeiter ist im Umgang mit elektronischen Medien vertraut. Viele Mobilitätslösungen erfordern jedoch den Umgang mit Computerprogrammen und Apps. In solchen Fällen ist ein Coaching durch erfahrene Personen sinnvoll.
  • Beim Einsatz neuer Technologien (z.B. Elektrifizierung des Fuhrparks) sind Einweisungen erforderlich, mit denen sichergestellt werden kann, dass die Mitarbeiter, die die neue Technik nutzen möchten, dazu auch in der Lage sind. Das kann auch schon beim Umstieg auf das Fahrrad erforderlich werden. Es gibt zahlreiche Verkehrssicherheitszentren, die Fahrradschulungen anbieten.
  • Werden Prozesse (wie z.B. Dienstreiseregelungen und Reisekostenabrechnungen) verändert, müssen die zuständigen Mitarbeiter im Hinblick auf die Neuerungen geschult werden.

Tipps und Hinweise

  • Grundsätzlich sollte gelten: Bei jeder Maßnahme im Mobilitätsprogramm sollte geprüft werden, welche Personenkreise im Betrieb betroffen sein können, und welcher Bedarf an Informations- und Wissensvermittlung sowie Schulung vorhanden ist. Diese Schulungsmaßnahmen sollten ebenfalls im Mobilitätsprogramm festgehalten und nachverfolgt werden.

Praxisbeispiele

Kurzbeschreibung von einem oder zwei Praxisbeispielen

  • Die erste Fortbildung zum "Betrieblichen Mobilitätsmanager IHK" fand im Februar 2018 in Hagen statt. Der Kurs war schnell ausgebucht, 16 Personen nahmen an diesem ersten Modellversuch teil. Etwa ein Drittel der Teilnehmer waren in ihren Betrieben für den Fuhrpark verantwortlich. Sie lernten im Seminar die vielfältigen Möglichkeiten der Verschneidung des Fuhrparks mit anderen Aufgaben des Mobilitätsmanagements kennen und erweiterten damit ihren Horizont. In Fragen des Fuhrparkmanagements brachten sie viel Wissen in dier Veranstaltung ein, von dem die anderen Teilnehmer profitieren konnten. Ein weiteres Drittel der Teilnehmer kam aus betrieblichen Querschnittsfunktionen (wie CSR, Umwelt- und Energiemanagement, Arbeitsschutz). Sie brachten Erfahrungen in der Führung von Managementprozessen mit, und lernten im Seminar die fachlichen Aufgaben des Mobilitätsmanagements. Die weiteren Teilnehmer übten beratende Tätigkeiten aus, entweder im Rahmen der IHK-Tätigkeiten oder als freie Berater. Diese Gruppe brachte einen überbetrieblichen Blick mit in die Seminararbeit, der half, das betriebliche Mobilitätsmanagement als Aufgabe in verschiedenen betrieblichen Zusammenhängen aufzuarbeiten. Alle Teilnehmer erstellten ein betriebliches Mobilitätskonzept. Die Prüfer waren von der Qualität und Tiefe der meisten Arbeiten, für die nur wenige Wochen Zeit zur Verfügung gestanden hatten, sehr beeindruckt. (Quelle: B.A.U.M.)

Weitere Hilfestellungen

Quellen:

  • [www.mittelstand-energiewende.de]
  • [2]

Links:

Ansprechpartner:

  • Prof. Dr. Andre Bruns (Hochschule RheinMain Wiesbaden)
  • Christoph Petri, DIHK Mittelstandsinitiative Energiewende und Klimaschutz
  • Dr. Rudolph Neuroth, VDI-KzRdL

ggf. Benennung von Personen und Institutionen, die weiterhelfen können