Corporate Carsharing: Unterschied zwischen den Versionen

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Um die Möglichkeiten eines Corporate Carsharings zu überprüfen, ist eine vorherige Analyse des Fuhrparks sinnvoll. Dabei sollen die aktuelle Situation erfasst und mögliche Nutzenpotenziale aufgezeigt werden. Siehe auch [[Fuhrpark]].  
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Um die Möglichkeiten eines Corporate Carsharings zu überprüfen, ist eine vorherige Analyse des Fuhrparks sinnvoll. Dabei sollen die aktuelle Situation erfasst und mögliche Nutzenpotenziale aufgezeigt werden ([[Fuhrpark]]).  
  
 
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Um eine erfolgreiche Implementierung von Corporate Carsharing zu gewährleisten ist es notwendig, die Nutzung der Fahrzeuge im Rahmen einer Dienstreise-Regelung zu verankern. Siehe auch [[Dienst- und Geschäftsreisen]]. Zudem bedarf es einer gezielten Schulung aller Mitarbeiter, so dass diese den Buchungsvorgang kennenlernen und auch bereit sind, private Fahrten damit zu tätigen.  
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Um eine erfolgreiche Implementierung von Corporate Carsharing zu gewährleisten ist es notwendig, die Nutzung der Fahrzeuge im Rahmen einer Dienstreise-Regelung zu verankern ([[Dienst- und Geschäftsreisen]]). Zudem bedarf es einer gezielten Schulung aller Mitarbeiter, so dass diese den Buchungsvorgang kennen lernen und auch bereit sind, private Fahrten damit zu tätigen.  
  
 
'''Ausblick
 
'''Ausblick

Version vom 2. August 2018, 14:39 Uhr

Corporate Carsharing bezeichnet die gemeinschaftliche Nutzung eines firmeninternen Fahrzeugpools. Es stellt somit einen wichtigen Baustein in einem systematischen Betrieblichen Mobilitätsmanagement dar, der im Fuhrpark angesiedelt werden kann. Die zusätzliche Möglichkeit zur privaten Nutzung der Fahrzeuge nach Dienstschluss stellt eine Besonderheit des Konzepts dar. So werden die Standzeiten dieser Fahrzeuge auf dem Unternehmensparkplatz minimiert und die Fahrzeuge erhalten eine höhere Auslastung als bei alleiniger betrieblicher Nutzung.

Folgende Gründe sprechen für diesen Ansatz:

  • Ökologische Vorteile: Effiziente Nutzung der vorhandenen Fahrzeuge führt zu CO2-Einsparungen im Betrieb.
  • Wirtschaftlichkeit der Fahrzeuge: Privatfahrten müssen durch die Mitarbeiter bezahlt werden und tragen zu zusätzlicher Auslastung der Fahrzeuge bei.
  • Mitarbeitermotivation und -bindung: Ein Mitarbeiter kann das Auto mitnehmen, um einen größeren Einkauf zu tätigen oder am Wochenende damit einen Ausflug planen. Somit kann mitunter auf die Anschaffung eines eigenen Autos oder Zweitwagens verzichtet werden.
  • Erleichterter Einstieg in die Elektromobilität: Das Konzept des Corporate Carsharings bietet sich insbesondere zur Nutzung von Elektrofahrzeugen an.


Maßnahmen(bündel)

Prüfung des vorhandenen Fuhrparks/Analyse

Um die Möglichkeiten eines Corporate Carsharings zu überprüfen, ist eine vorherige Analyse des Fuhrparks sinnvoll. Dabei sollen die aktuelle Situation erfasst und mögliche Nutzenpotenziale aufgezeigt werden (Fuhrpark).

Entscheidung für firmeninternes Fahrzeugpooling oder externen Anbieter

Beide Varianten können unter dem Begriff Corporate Carsharing verstanden werden. Die firmeninterne Variante bedeutet in der Regel mehr Aufwand für den Betrieb und die beteiligten Mitarbeiter, da steuerrechtliche Fragestellungen, z.B. bei der Abrechnung, zu beachten sind. Aus diesem Grunde wird oftmals ein externer Anbieter hinzugezogen, der neben Leasing-Fahrzeugen entsprechende Organisations-Software bereitstellen kann und sich um die Abrechnungsformalitäten kümmert. Der Betrieb der erforderlichen technischen Einrichtungen (z.B. Buchungsapp, Öffnungsmechanismus im Auto) ist Bestandteil der Dienstleistung.

Einrichtung und Schulung der Mitarbeiter

Um eine erfolgreiche Implementierung von Corporate Carsharing zu gewährleisten ist es notwendig, die Nutzung der Fahrzeuge im Rahmen einer Dienstreise-Regelung zu verankern (Dienst- und Geschäftsreisen). Zudem bedarf es einer gezielten Schulung aller Mitarbeiter, so dass diese den Buchungsvorgang kennen lernen und auch bereit sind, private Fahrten damit zu tätigen.

Ausblick

Perspektivisch muss die Nutzung der Corporate Carsharing-Fahrzeuge nicht auf die Mitarbeiter des Unternehmens beschränkt sein. Für Privatfahrten ließe sich eine Erweiterung auf Familienmitglieder der Mitarbeiter oder Anwohner in direkter Nachbarschaft in Betracht ziehen. Weiterhin sind Kooperationen zu anderen Betrieben aus demselben Gebäude oder Gewerbegebiet denkbar.

Tipps und Hinweise

Beispielhafter Prozess der Fahrzeugreservierung und -nutzung:

1. Der Mitarbeiter reserviert in einer Buchungssoftware am Handy oder Computer ein Fahrzeug für die gewünschte Buchungszeit. Bei Privatfahrten werden dem Mitarbeiter sogleich die voraussichtlichen Kosten angezeigt.

2. Der Mitarbeiter kann das Fahrzeug zum gewünschten Zeitpunkt mittels einer App oder eines auf dem Führerschein angebrachten Chips öffnen und den Fahrzeugschlüssel aus dem Handschuhfach entnehmen.

3. Nach der Nutzung wird das Fahrzeug auf gleichem Wege wieder verschlossen und die Abrechnung erfolgt automatisch. Fahrzeugdaten wie Nutzungszeitraum, Kilometerstand und Ladezustand bei Elektrofahrzeugen werden von der Buchungssoftware erfasst und ausgewertet. Somit muss kein separates Fahrtenbuch geführt werden.

4. Das Fahrzeug steht nun wieder für die nächste Buchung bereit.

Praxisbeispiele

  • AXA
  • Die Stadtverwaltung Paderborn hat im Rahmen eines umfassenden Betrieblichen Mobilitätskonzepts einen Fahrzeugpool eingerichtet, mit dem der gesamte dienstliche Verkehr abgewickelt werden soll. Für eine zusätzliche Auslastung der Fahrzeuge können die Mitarbeiter diese auch zu privaten Zwecken nutzen. Das System erfährt unter den Mitarbeitern hohe Akzeptanz und soll perspektivisch auf andere Standorte ausgeweitet werden. (Quelle: mobil gewinnt Broschüre)

Weitere Hilfestellungen

Quellen:

- BECHER, A., RENNER, T. u. M. TIPPELSKIRCH (HRSG.) (2016): Shared E-Fleet - Fahrzeugflotten wirtschaftlich betreiben und gemeinsam nutzen. Praxisleitfaden IT-Systeme und Betreibermodelle für das intelligente Management von (Elektro-)Fahrzeugflotten. (Fraunhofer Verlag) Stuttgart.

- FLEURY, S., TOM, A., JAMET, E. u. E. COLAS-MAHEUX (2017): What drives corporate carsharing acceptance? A French case study. In: Transportation Research Part F: Traffic Psychology and Behaviour 45, S. 218-227.

- NATZKE, N. u. T. KRAUSE (2015): Shared E-Fleet. Business Car Sharing der Zukunft. IKT für Elektromobilität (Hrsg.).


Links: - Link-Text

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